Gastspiel im Museum für Sepulkralkultur


Wir legen den Arm um die Nacht - Ein Liederzyklus

Christian Möller singt Lyrik von Erich Fried und Esther Niederhammer

Uraufführung war am Sonntag 8.7.2018 um 19 Uhr im Museum für Sepulkralkultur in Kassel


Eintritt: 15,- Euro bzw. 12,- Euro ermäßigt

Kartenvorverkauf ausschließlich über das Museum


Abschiede sind für die meisten Menschen eine große Herausforderung. Jeder Abschied kann einen Einbruch bedeuten oder auch einen Aufbruch zu neuen Ufern. 


Wie einzelne Menschen und Kulturen mit dem größten aller Abschiede, dem Tod, umgehen, zeigen seit 1992 die Exponate und Veranstaltungen des Museums für Sepulkralkultur in Kassel. 


Mit einem neuen Liederzyklus stellen wir uns diesem Thema in seinen verschiedenen Facetten und präsentieren Gedichte von Erich Fried und Esther Niederhammer. 


Vertont wurde die Lyrik von Christian Möller, der die Lieder auch selbst singen und am Flügel interpretieren wird.



Der Titel des Abends heißt "Wir legen den Arm um die Nacht - Ein Paar-Austausch in Tönen, Texten, Bildern und Gespräch über Liebe und Tod". Obwohl die Veranstaltung im Sepulkralmuseum stattfindet, geht es nicht um den Sterbeprozess oder Begräbnistraditionen am Lebensende, stattdessen um ein regelmäßiges Teil-Sterben schon zu Lebzeiten: ein Bilanzieren, ein Sortieren, eine Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Situationen eines aktiv gelebten Lebens, um das Loslassen von Ängsten, Sorgen, Träumen, Illusionen, politischen oder persönlichen Sicherheiten. Und schließlich geht es auch um das Verabschieden von Menschen oder überlebten Versionen der eigenen Persönlichkeit im Laufe des Lebens.



Christian Möller ist Pianist, Komponist und Arrangeur. Er spielt, bearbeitet und unterrichtet Werke aus fünf Jahrhunderten, außerdem komponiert und arrangiert er moderne Musik, Liederzyklen und auch Filmmusik, z.B. für den Dokumentarfilm „Documenta 1“. Die Lieder, die im Sepulkralmuseum zum Vortrag kommen, sind eigene Kompositionen, die seit Februar 2018 entstanden sind. Erstmals in seinem langen Musikerleben singt Christian Möller eigene Vertonungen auch selbst und wagt damit einen weiteren Aufbruch zu neuen Ufern.


Esther Niederhammer ist Freie Journalistin und Fotografin und beschäftigt sich intensiv mit gesellschaftlichen und sozialpolitischen Fragen. Schwerpunkte sind der demografische Wandel und die Frage nach den Möglichkeiten und Schwierigkeiten eines selbstbestimmten Lebens von der Jugend über das Erwachsenenleben bis hin zum Tod. Für das aktuelle Programm hat sie ihren privaten Text-Fundus geöffnet. Ihre Lyrik kommt in der Vertonung von Christian Möller ebenfalls zur Uraufführung.